KGV Klingenwald 1 e.V.

Die gärtnerische Vielfalt im Nürnberger Norden

Monatliche Gartentipps von unserer Fachberaterin Christina

 

Bauern - Wetter - Regeln für März

 

 

Ein feuchter März ist des Bauern Schmerz.
März nicht zu trocken und nass, füllt dem Bauern Scheune und Fass.
Ein heiterer März erfreut des Bauern Herz.
Gibt's im März viel Regen, bringt die Ernte wenig Segen.
Im Märzen kalt und Sonnenschein, wird's eine gute Ernte sein.
Gewitter im Märzen gehen dem Bauern zu Herzen.
Märzensonne - kurze Wonne.
Wenn im März noch viel Winde wehn, wird's im Maien warm und schön.

 


 Nützliche Gartentipps - März


Langsam wird die Arbeit im Garten mehr. Die Natur erwacht und mit ihr hat der Gärtner einiges zu tun.

Die kalten Tage werden nun seltener und die Sonne gewinnt immer mehr an Kraft. Im Garten kann jetzt schon so richtig losgelegt werden. Im Mittelpunkt stehen diesen Monat im Nutzgarten vor allem die Aussaat und das Pflanzen vieler Gemüsesorten. Die ersten Beete im Gemüsegarten können bestellt werden. Außerdem gibt es viele Gemüsearten, die man jetzt schon im Gewächshaus, Frühbeet oder auf der Fensterbank vorziehen sollte.

 

Sellerie vorziehen

Beginnen Sie jetzt mit der Vorkultur von Sellerie: Zum Keimen benötigen die Samen Licht, deshalb sollten sie nur leicht auf der Erde angedrückt werden. Bei Temperaturen zwischen 18 und 22 geht die Keimung am schnellsten voran. Halten Sie das Substrat mit einer Sprühflasche stets feucht, jedoch nicht nass. Wenn die ersten Blättchen zu sehen sind, können Sie die Pflanzen pikieren und im Abstand von vier Zentimetern neu setzen. Gießen Sie die Sämlinge dann nur wenig und geben einmal pro Monat etwas Flüssigdünger zum Gießwasser. Die Vorkultur dauert insgesamt etwa acht Wochen.

 

Kräuter stutzen

Jetzt im zeitigen Frühjahr ist die beste Zeit, um ausdauernde Kräuter wie Thymian, Bohnenkraut, Salbei, Rosmarin und Ysop zurückzuschneiden. Am besten kürzt man die meist an der Basis verholzenden Pflanzen etwa ein bis zwei Drittel mit der Schere ein. Das Resultat: Die Sträucher werden buschiger und bilden mehr würzige Blätter.

 

Möhrensamen vorquellen lassen

Bevor Sie Möhren aussäen, sollten Sie eine Tüte Möhrensamen mit einer Handvoll feuchtem Sand mischen und die Samen in einem abgedeckten Gefäß bei Zimmertemperatur drei Tage lang vorquellen lassen. Dadurch verkürzt sich die Keimzeit im Beet um etwa eine Woche. Das Ganze hat noch einen Vorteil: Das Samen-Sand-Gemisch verhindert eine zu dichte Aussaat im Beet.

 

Kohlrabi und Blumenkohl im Frühbeet aussäen

Ein Frühbeet eignet sich sehr gut zur Vorkultur verschiedener Kohlgewächse. Säen Sie Kohlrabi, Blumenkohl und andere Arten schon Anfang März aus, denn sie brauchen rund 30 bis 40 Tage, bis sie Setzlingsgröße erreichen und ins Gartenbeet umgepflanzt werden können. Achten Sie auf eine gute Wasserversorgung und lüften Sie regelmäßig, denn die Temperatur im Inneren sollte 22–25 °C nicht überschreiten.

 

Steckzwiebeln vorbehandeln

Legt man Steckzwiebeln für einen Tag lang ins Wasser, wurzeln sie schneller ein. Außerdem drücken sich die Zwiebeln so später in der Erde nicht nach oben. Stecken Sie die Zwiebeln im Abstand von etwa 5 Zentimetern (Reihenabstand: 20 Zentimeter). Nach zwei Monaten können Sie die ersten Zwiebeln ernten und machen so Platz im Beet für die verbleibenden Pflanzen.

 

Pflücksalat aussäen

Sie können auf kleinen Beeten den Pflücksalat statt in Reihen auch breitwürfig aussäen. Dabei streuen Sie die Samen einfach auf die unkrautfreie Erde und harken sie anschließend leicht ein. Die ersten jungen Blätter werden wie Schnittsalat geerntet. Anschließend sollten Sie die Pflanzen allmählich auf 25–30 cm Abstand ausdünnen und später als Pflücksalat verwenden.

Je nach Witterung können Sie ab Mitte März die vorgezogenen Salatpflanzen ins Freiland umsiedeln. Achten Sie darauf, die Jungpflanzen nicht zu tief zu setzen, sonst werden sie anfällig für Fäulnispilze und bilden keine Köpfe aus. Nach dem Pflanzen dürfen die Salatpflanzen ruhig ein wenig wackelig stehen – der Stängel verfestigt sich binnen weniger Tage und die Pflanzen wachsen dann aufrecht weiter.

 

Heidelbeeren schneiden

Die dicksten und süßesten Früchte wachsen bei Kulturheidelbeeren an den einjährigen Seitenzweigen. Schneiden Sie deshalb die verzweigten Triebspitzen knapp über einem einjährigen Trieb ab. Zusätzlich bereits vergreiste Astpartien, die nur noch kleine saure Beeren liefern, direkt an der Triebbasis entfernen. Ziehen Sie dafür die entsprechende Zahl junger, kräftiger Bodentriebe nach. Schwache Jungtriebe ebenfalls herausschneiden. Tipp: Sind nicht genug Bodentriebe vorhanden, ältere Triebe auf Kniehöhe kappen. Diese bilden darauf wieder junge, fruchtbare Seitenzweige.

 

Durch das Vorziehen im Haus wachsen die Tomaten schneller zu ihrer vollen Größe heran


Tomaten auf der Fensterbank vorziehen

Ab Anfang März reicht die Lichtstärke aus, um Tomatensamen in Aussaatschalen auf einer nach Süden ausgerichteten Fensterbank vorzuziehen. Binnen zwei Monaten werden die Pflanzen so kräftig, dass man sie ins Gewächshaus oder in den Garten umsetzen kann. Im Garten ist allerdings ein guter Regenschutz zu empfehlen, da die Pflanzen sonst leicht an Kraut- und Braunfäule erkranken.

 

Rhabarber abdecken

Sobald die ersten zarten Triebspitzen die Erdoberfläche durchstoßen, können Sie dunkle Folie oder einen Weidenkorb über den Rhabarber legen. Durch die Erwärmung unter der Folie treibt die Staude etwas früher aus und die Stängel sind etwas schneller erntereif. Wichtig: Entfernen Sie die Folie sobald es wärmer wird und die ersten Blätter ausgebildet sind. Ansonsten können Pilzinfektionen drohen.
Von März bis April ist außerdem neben dem Herbst eine gute Pflanzzeit für Rhabarber. Denken Sie daran, besonders bei Trockenheit, nach dem Pflanzen regelmäßig zu wässern.

 

Freilandaussaaten

Bei günstiger Witterung, das heißt sobald der Boden abgetrocknet ist und sich erwärmt hat, können Radieschen, Dicke Bohnen, Möhren, Pastinaken und gegen Ende des Monats, Spinat, Kopf- Schnitt- und Feldsalat schon ins Freie gesät werden. In frostigen Nächten sollten sie allerdings noch mit Vlies oder Folientunneln geschützt werden. Die großen Gemüsezwiebeln, Paprika, Zucchini oder Auberginen benötigen noch eine Vorkultur auf der Fensterbank oder im Gewächshaus